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Der Bernstein lockt. Ein Mann - er grollt.
Gierig sucht er nach dem Halliggold.
Nach jedem Stein er schauen thut,
ob nicht heran gespült die Flut,
das alte Harz in goldnem Schein.
„Muss Dich finden, komm sei mein!“
Der Sonne Strahlen gehn zur Ruh,
behutsam decken sie die Hallig zu.
Verzweiflung macht im Herz sich breit.
Er läuft durch`s Watt. So weit, so weit.
Da schwimmet auf der Wellen Kamm,
eine kleine Meerjungfrau heran.
Sie ist so schön und wunderhold,
hält in der Hand das Halliggold.
Aufstöhnend will er`s an sich bringen.
Welch Qual, es soll ihm nicht gelingen.

Das Weib, es lockt ihn mit sich fort,
an einen wundersamen Ort.
Da thut sich auf der Meeresgrund,
zieht tief ihn in den schwarzen Schlund.
Die Jungfer höhnt: „So soll es sein!
Das Gold gehört nur mir allein!“
von Ethelrita Schernthaner |