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   Bericht  Sylvester                       2004/05

Segeltörns

Törnbericht des Silvestertörns 2004/05
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Dies ist der Törnbericht des Silvestertörns 2004/05, vielleicht erscheint er etwas merkwürdig da die Adjektive unpassend wirken! Dazu ist zu sagen das dieser Reisebericht in Zusammenarbeit der ganzen Gruppe entstand und zwar als so genannter "Lückentext". Wir hatten die Idee den Silvesterabend besonders zu gestalten und bestimmte Programmpunkte aufzunehmen, so entstand meinerseits die Idee einen Lückentext zu machen, dies funktioniert so. Eine Person (oder mehrere) Schreibt einen Bericht über die vergangenen Reisetage und lässt statt Eigenschaftswörter vorzugeben lauter Lücken, diese werden dann, ohne dass die anderen wissen an welcher Stelle oder wie der Text lautet eingesetzt. Zum Abschluss wird dieser Text vorgelesen und in unserem Fall noch mit Bildern untermalt. So, lange Rede kurzer Sinn, das war am Silvesterabend und so geht der Bericht auch nur bis dahin. Ich habe ihn einfach ganz eigenmächtig komplettiert.


sylv_000Als wir uns am ersten Tag auf der überschwenglichen Platessa mit dem blassen Ewald trafen, war auf Anhieb klar das es eine hafige Woche mit einer kleinen Gruppe werden würde.
Das windige Essen bei Sepco, dem dusseligen Griechen schmeckte rotweiß. Nach einer dekorativen Nacht saßen wir an einem grandiosen Frühstück und vergaben die schnuckeligen Reinigungsaufgaben. Sie wurden mächtig aufgenommen. Nach dem oberaffengeilen Einkauf und einer durchgeknallten Einweisung wurden die verschwommenen Leinen losgeworfen und die finstere Platessa glitt auf die offene See. Der stürmische sylv_041Nebel beeinträchtigte die prebiotische Sicht doch dank des beschickerten Ausgucks war eine lustige Fahrt möglich, so das wir abends durch die ultragigantische Brücke mit dem flauen Brückenwärter im rolligen Museumshafen von Kappeln an der dicken Salöer fest machten. Der schwabbelige Abend gestaltete sich auch ohne den erotischen Skipper lässig. Auf dem Weg zur wuschigen Palette trafen wir auf den blöden türkischen Gesangsverein der auf unser gesprächiges hinwinken auch prompt knackig zurückwinkte.
Nach der müden Beendigung einer trächtigen Nacht und einem weiteren fantastischen Frühstück verließen wir die fluffige Schlei und sylv_081nahmen den strammgeilen Kampf gegen die Elemente auf. Einige von uns freundeten sich bald mit dem funkensprühenden Eimer an oder fütterten direkt die schnippischen Fische. Außerdem machten fast alle Füße funghizide Bekanntschaft mit dem glitschigen Wasser und der schwankenden Kälte. Trotzdem war die Stimmung aufgedonnert. Glücklicherweise hatten wir abends im leckeren Faarborg die feuchte Gelegenheit zu duschen und das Abendessen das der abgespacete Eric zubereitete war wie immer zickig. Der Mittwochvormittag verlief ranzig mit einkaufen, tanken und allgemeiner abgeschminkter Shoppingtour. Dabei bewunderten wir die verluderte Statue auf dem strubbeligen Marktplatz. Danach ging es mit der verfrorenen Maschine nach dem heissen Lyø, wo wir einen klirrenden Nachmittag bei den sylv_271paranoiden Klokkesteenen verbrachten. Gut, dass wir uns an diesem blauen tag so faszinierend erholt hatten. Der Donnerstag morgen begann mit einem hyperaktiven Ableger, den wir natürlich krassestens meisterten. Diesmal war viel geschorener Wind, doch niemand hat gefroren und das enthemmende segeln hat eine menge Spass gemacht. Wir verbrachten den Abend und die freizügige nacht nach der verdutzten Linsensuppe im kunterbunten Svendborg. Heute morgen dann, in alter Frische, brachen wir hügelig Richtung Aerøskøbing auf. sylv_394Währenddessen genossen wir eine wirre Einführung ins Kartenlesen vom schnöseligen Michael. Da die lange Maschine lief, war die Fahrt sehr bekifft.
Wir hoffen auf ein verblüffendes neues Jahr mit vielen schizophrenen Erfahrungen und Begegnungen mit einsamen Menschen.

Das war wie gesagt der Lückentext, jetzt folg die eigenmächtige Fortsetzung...

sylv_467Den Silvesterabend verbrachten wir wie gesagt in Aerøskøbing, da wir etwas besonderes aus dem Abend machen wollten, entschieden wir uns dafür etwas aufwendiges zu kochen, was dann zu einem vier Gänge Menü ausartete.
Nachdem wir schon um sieben anfingen zu essen, war das Essen gegen 22:30 Uhr beendet. Die restliche Zeit bis zum Jahreswechsel verbrachten wir mit obigem Lückentext, einem frisch gedichteten Lied mit dem Refrain: "Unter blutroten Segeln muss die Freiheit wohl grenzenlos sein" auf die Melodie von Reinhad Mey´s "Über den Wolken" und einem Jahresrückblick. Dieser gestaltet sich in etwa so; jeder der wollte erzählte von seinen Höhen und Tiefen im Verlauf des Jahres 2004.
sylv_480Die Zeit schritt schnell voran und so standen wir dann alle um 24:00 Uhr auf der Pier und betrachteten das von den Dänen bereitete Feuerwerk, dass sehr reichlich ausfiel und stießen auf ein gutes neues an.

Der Morgen des 01.01.2005 begann mit einem unglaublichen Sonnenaufgang, den wir genießen konnten da wir den heimelig anmutenden Hafen schon um 8:00 Uhr verließen, wir wollten im laufe des Tages noch in deutsche Gewässer einlaufen.
sylv_523 Dies geschah dann auch um rund 17:00 Uhr und um 18:30 Uhr machten wir mit der "alten Dame" die uns schon so weit gebracht hatte in Kappeln fest.
Der nächste Tag lieferte einen krönenden Abschluss der Tour, mit fünf bis sieben Knoten jagten wir bei rund sieben Windstärken über die Ostsee, hatten heftige Böen mit noch heftigerer Krängung und viel viel Spass beim Reffen etwaiger Segel. Um 13:00 Uhr legten wir müde aber glücklich und zufrieden wieder in Eckerförde an, wo wir nach einer abschließenden Runde mit einem Wochenrückblick - der durchweg positive Eindrücke zu tage förderte - und einer ausgiebigen Putzrunde den Törn beendeten.
Meiner Meinung nach war das ein sehr sehr gelungener Törn mit einer fabelhaften Gruppe, ich hoffe das wir uns alle in Bälde auf der Platessa oder sonst wo wieder begegnen werden und dass ich im Namen aller das richtige geschrieben habe.
Wie gesagt eine schönes erfolgreiches Jahr 2005

Klaus Hueck

 
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