Sommertörn
vom 24.07 bis 31.07.05
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Ja, das
war wieder mal so richtig nach meinem Geschmack.
Mit rotem Kopf, umgeben vom Dunst gebratener
Frikadellen, war ich dabei, in der winzigen
Schiffsküche, die zweiunddreißigste
Frikadelle aus der Pfanne auf eine Platte
zu legen und zum Warmhalten in den Backofen
zu schieben. Das heiße Fett zischte,
als ich die letzten sechs Stück in
die Pfanne legte. - Achtunddreißig
Frikadellen müssten für fünfzehn
hungrige Mäuler wohl genug sein. –
dachte ich laut vor mich hin und nahm einen
Schluck Gammeldansk, den mir Susanne, in
Erwartung eines guten Essens, spendiert
hatte.
Ich ließ meinen Blick zum großen
Esstisch in der Messe schweifen, an dem
unsere Girlis, Silvine und Caro, mit großem
Eifer damit beschäftigt waren, Salatgurken
zu schälen und in Scheiben zu schneiden,
sowie Tomaten zu achteln Dann hob ich den
Deckel von dem großen Topf und stach
mit der Gabel in die Kartoffeln um zu prüfen,
ob sie schon gar seien. Brauchen noch fünf
Minuten, fand ich und wendete die Frikadellen
in der Pfanne, damit sie auch auf der anderen
Seite schön brutzelig würden.
Und das alles geschah auf hoher See, auf
dem Weg von Eckernförde nach Marstal,
auf der Insel Aeroe, in Dänemark.
Ich spürte wie das Schiff im Takt der
Wellen stampfte und freute mich, dass Ewald
uns schon am ersten Tag unseres Segeltörns
hinauf nach Dänemark brachte. Da das
ein langer Törn werden würde,
hatte ich schon während des Segelns
angefangen zu kochen und da es warm war
und die Sonne schien, würden wir an
Deck essen können.
Die Freude war groß gewesen, als wir
uns dieses Jahr auf der Platessa wiedersahen.
Da waren Conny aus Friedberg, Susanne aus
Bad Nauheim, Jan aus Nürnberg, der
als Bootsmann mitfuhr, Silvine und Caro
aus Stade und Gerhard und ich aus Offenbach.
Und natürlich Ewald, unser Skipper
auf der Platessa. Dann waren noch dabei,
Siegi aus Schleswig, Petra und Moses aus
Eckernförde, Tabea aus Meersburg, Viktor
aus Stuttgart und Dennis aus Harrislee,
sowie Frank aus Frankfurt, der auch als
Bootsmann mitfuhr und sich mit Jan den Job
teilte.
Die erste Nacht auf der Platessa und das
erste Frühstück lag hinter uns.
Conny, Susanne, Gerhard und ich hatten uns
mit dem Auto auf den Weg zu Aldi und Markant
in Eckernförde, gemacht, um den Großeinkauf
zu besorgen. Wir machten das nicht zum ersten
Mal und so ging das recht zügig vonstatten.
Wir räumten die Lebensmittel in die
Vorratsschränke, die Neulinge auf der
Platessa wurden inzwischen, von Bootsmann
Jan, mit dem Schiff vertraut gemacht und
in den Gebrauch der Bordtoilette eingewiesen
und nachdem Ewald jeden von uns eingeteilt
hatte, welche Segel er bedienen soll, passten
wir uns noch die Rettungswesten an und dann
war es endlich soweit, wir legten ab.
Eckernförde
ade - Marstal wir kommen!
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