| Sommertörn
21.08-27.08.05
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„Besan-, Großsegel und Fock klar
machen!" Dieses Kommando war der Einstieg
in eine Woche auf See, mit völlig neuen
persönlichen Erfahrungen, gleichzeitig
aber auch der Einstieg in eine Zeit, die
knapp 100 Jahre zurückliegt: eine Woche
Segeln auf der Platessa von Esbjerg, einem
alten „Haikutter", der 1935 in
Dänemark gebaut
wurde.
Zu Beginn
war es doch sehr gewöhnungsbedürftig,
die Einweisungen ins traditionelle Segeln,
die „seemännische Sprache",
mit 4 Leuten in einer Kajüte von vielleicht
3 qm, kein Fernseher, kaum Luxus …
Doch bereits nach den ersten zwei Tagen
hatten wir „Segelanfänger"
uns an Bord ganz gut eingelebt und waren
bereit mit der Spitzencrew, bestehend aus
dem Skipper und zwei Bootsmännern,
die sieben Weltmeere zu durchschippern.
Naja,
wir blieben dann doch nur auf der Ostsee,
die sich dafür aber meist von ihrer
schönsten Seite präsentierte,
uns aber gelegentlich zeigte, dass sie auch
ungemütlich werden kann.
Für
uns 12 „Landeier" war dieser
Törn eine echte Herausforderung und
ein Riesenabenteuer: Bei den Aufgaben an
Bord eines Schiffes eine feste Zuweisung
zu bekommen, zu lernen, auf Wind und Wetter
zu achten, zu realisieren, welche Kraft
Wind und Wellen haben können. Diese
Erfahrungen brachten uns immer wieder ins
Staunen über die wunderbare Schöpfung!
Dank unserem
Skipper und den beiden Bootsmännern
bekamen wir während der Tage einen
Einblick in moderne und historische Navigation
(GPS, Kompass, Land- und Seemarken, Seekarten,
…), Knotentechnik und die Prinzipien
des Segelns durch unterschiedliche Windströmungen
(vor dem Wind, am Wind, Luv, Lee, …).
Aus unserer subjektiven Sicht waren wir
nach dieser Woche in der Lage als Crew im
„wenden" neue Rekorde aufzustellen.
Eine solche
Segelfreizeit kann ich nur empfehlen: die
Faszination der Natur, die intensive Gemeinschaft,
die sich schon allein durch die räumliche
Begrenztheit an Bord ergibt und das erlernen
von „Fachkenntnissen" in Sachen
Segeln hat bei uns allen eindrückliche
Erinnerungen hinterlassen.
Matze
Koch, 19 Jahre aus Lauterbach
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