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Herbsttörn 26.10 bis 02.11.06
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Schon seit Jahren segelt unsere Salzburger Jugendgruppe jeden Herbst auf der Platessa. So wie auch dieses Jahr…
Am Donnerstag den 26.Oktober fuhren wir früh morgens in Salzburg los.
Unsere Crew bestand aus 17 super motivierten und begeisterten Leuten, einige kamen aus Wien, ein paar aus Salzburg und den Rest sammelten wir auf der Fahrt in den Norden ein. Spät abends kamen wir nach der langen Autofahrt endlich in Eckernförde an. Dort begrüßte uns unser lieber Kapitän Ewald , zusammen mit der immer fröhlichen Bootsfrau Ellen.
Nach einem kurzem kennen lernen fielen wir sehr müde in unsere Kojen.
Gleich unser erster Tag auf der Platessa war ein Hafentag. Denn der Wind hatte das Wasser aus der Eckernförder Bucht hinausgetrieben, so das wir auf Grund saßen und wir mit der Leiter hinunter auf´s Schiff steigen mussten.
Das war eine super Gelegenheit um die Leute und die Platessa besser kennen zu lernen.
Am nächsten Tag ging es endlich los, wir setzten voller Freude und guter Dinge die Segel und schipperten Richtung Dänemark. Der Wind sauste uns um die Ohren und wir wurden kräftig durchgepustet. Schnell freundeten wir uns untereinander an und wurden eine pfiffige Crew.
Nach dem einpacken der Segel und anlegen in Soenderborg, machten wir unsere übliche Runde, in der jeder ein tolles Erlebnis von diesem Tag erzählen durfte. Nach einem sehr guten Abendessen wurde die Stadt Soenderborg erkundet, Gitarre gespielt und Lieder gesungen und so manches Spiel gespielt. So ging der Tag zu neige.
Der nächste Tag begann noch etwas verschlafen aber quitsch vergnügt. Nach dem Frühstück und klarmachen des Schiffes, legten wir ab und segelten durch den wunderschönen Sund Richtung Augustenborg.
Beim segeln ist die Crew auf Backbord- und Steuerbordseite verteilt. Jedem wurde auf seiner Seite sein Arbeitsplatz für die ganze Woche zugewiesen. Stündlich wechseln sich die Steuerbord- und Backbordseite mit der Wache ab. Wenn man Wache hat, sitzt man vorne zu zweit im Ausguck und muss dem Steuermann alles melden was vorne zu sehen, z.B. Schiffe, Tonnen,…
Zwei andere von der Wachseite schreiben Lockbuch. Hinein werden Windstärke, Windrichtung, Temperatur, Koten und Kurs geschrieben. In der Zeit dürfen die anderen die Seele baumeln lassen, Briefe- und Flaschenpost schreiben, lesen, malen, singen, sich unterhalten oder einfach nur mal träumen.
Die andere Seite, die sog. Freiwache, sorgt für das leibliche Wohl und verwöhnte Einen mit Kaffee und Kuchen.
Endlich in Augustenborg angekommen, vielen wir über die Tankstelle mit den wahnsinnig leckeren Lackritz her.
Am nächsten Tag ging es zurück nach Deutschland zur kleinen Hafenstadt Kappeln in der Schlei, da das Wetter sehr stürmisch werden sollte und wir sonst wegen der Windstärke nicht mehr zurückgekommen wären.
Viele von uns durften an diesem Tag zum ersten Mal steuern und erlebten dabei wie es ist ein ganzes Schiff in ihre Führung zu haben. Während des Anlegens in Kappeln bekamen wir zu spüren, dass der Wind schon deutlich zugenommen hatte.
Als wir am Tag darauf Richtung Damp schipperten, war schon Windstärke 9, sodass wir in der Schlei nur die Fock setzen konnten und dann auf dem „offenem Meer“ bei sehr hohem Wellengang nur noch mit Motor fuhren.
Schon Mittags waren wir in Damp und machten uns trotz des Regens einen schönen Tag. Am schönen Strand von Damp gingen viele von uns spazieren und sogar ein Mädchen von uns ging bei der Kälte ins Wasser. Der eisige Wind nahm immer mehr zu und an unserem letzten Tag hatte es Windstärke 10, und wir fuhren mit Motor im Landschutz zurück nach Eckernförde. Der Wind peitschte unsere Gesichter mit einem misch masch aus Regen und Schnee.
In Eckernförde angekommen war das Wasser bereits schon sehr gestiegen, da Ostwind war und das ganze Wasser in die Bucht trieb. Bis in die Nacht hinein stieg das Wasser bis kurz unter die Pierkante.
Nun mussten wir die Leiter genau andersherum stellen wie am ersten Tag, nämlich von Land auf´s Schiff.
Der letzte Abend auf der Platessa begann mit einem wunderbaren Menü und folgte mit einem bunten Abend voller Spaß.
Nun ging die Segelfahrt leider, leider wieder mal ihrem Ende zu. Frühmorgens, am Donnerstag den 2. November, packten wir unsere sieben Sachen, brachten die Platessa auf Hochglanz, nahmen Abschied von Ewald, schenkten der Platessa einen letzten strahlenden Blick voller Erinnerungen an eine wunderschöne unvergessliche Zeit und fuhren dann bei Schneesturm zurück nach hause.
Der Herbsttörn war ein wunderschönes Erlebnis für alt und jung, für Neulinge und Könner.
Vielen, vielen Dank, das wir alle zusammen das erleben durften.
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