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Bericht Ausbildungstörn
vom 20. bis 26.10.07
von Markus, Lena und Till
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Dunkel war’s der Mond schien helle, als Platessa blitzesschnelle langsam aus dem Hafen (Faaborg) fuhr...!
So begann unser Nachttörn, einer der Höhepunkte dieses dritten Ausbildungstörns, aber dazu später mehr.
Nach einer angenehmen Zugfahrt von Gladbeck nach Norddeutschland, kamen wir um 12:06 in Eckernförde an. Wir vertrieben uns noch ein wenig die Zeit in Eckernförde bis wir dann am Nachmittag die Menschen kennen lernten, mit denen wir die nächste Woche auf engstem Raum zusammen leben würden. Ewald verführte uns zu der traditionellen Vorstellungsrunde bei der leider noch nicht alle Besatzungsmitglieder dabei sein konnten. Für’s Protokoll die Anwesenheitsliste: Christof unser Gittarist aus Salzburg, Klaus der 1 ½- fache Familienvater, Frank der Waldorflehrer, Peter unser Schiffsarzt, Ellen unsere Frohnatur, WIR und natürlich unser Skipper Ewald mit Petra, die einfach nie fehlen darf! Noch bis tief in die Nacht saßen wir im Rhodos. Wir warteten auf Franzi, das tapfere Schneiderlein, und Michael (Barz) unser Mentor der, aufgrund eines Konfliktes mit seinem fahrbaren Untersatz, zu später Stunde von Bea nach Eckernförde gebracht wurde. Am Morgen waren wir komplett, so und jetzt geht’s los:
Eckernförde - Damp, Damp – Lyö , Lyö – Faaborg, Faaborg – Kappeln, Kappeln – Schleswig, Schleswig – Kappeln, Kappeln - Eckernförde, das war unsere Route.
Unser Törn war mit tollem, trockenem Segelwetter gesegnet. Die Position des/der 1. Bootsmannes /Bootsfrau besetzten wir jeden Tag neu. Wir vertieften unser Segelwissen und das Wissen über das Schiff mit jeder Minute und lernten noch viel mehr dazu. Jeden Tag konnten wir an neuen Aufgaben wachsen. Michael machte eine Schiffsführung mit uns , zeigte uns die Ausrüstungsgegenstände und erklärte uns die technischen Apparillos an Bord. Fast jeder konnte einmal Rudergehen. Wir lernten bei kleinen Navigationseinheiten, uns auf Ostsee und der Schlei zu orientieren, den Kurs auf der Seekarte verfolgen und überprüfen zu können. Allgemein galt auf diesem Törn „learning by doing“ !!!
Bei unserem Nachttörn wurde unser Können, das Zurechtfinden auf dem Schiff und das Zusammenspiel der Besatzung auf die Probe gestellt. Einige (Klaus und WIR) lagen schon in den Kojen und spielten „ich packe meinen Seesack“, als um 23:00 Uhr der Schiffsmotor anging und uns aus den Kojen in den wärmsten Klamotten die wir hatten an Deck rüttelte. Mit der lässigen Erklärung von Ewald, dass wir jetzt wir jetzt von Faaborg in die Schlei segeln würden, da wir ja sonst den schönen Sternenhimmel verpassen. Etwas verschlafen aber dennoch aufgeregt segelten wir in die Nacht hinein, den Sternen entgegen. Ein besonders andächtiger Moment war Klaus’ Geburtstag denn wir um 00:00 auf dänischer Ostsee zu feiern begannen ( seine lila Geburtstagkerze sollte uns noch die nächsten 24 Stunden begleiten).
Trotz ca. 3 Stunden Schlaf pro Wache kamen wir um 07:00 recht erschöpft und durchgefroren in Kappeln an. Nach einem tollen Geburtstagsfrühstück mit Bacon und Eiern und verschliefen den restlichen Tag gemütlich in unseren Kojen, um dann weiter zu feiern.
Es gibt noch so viele tolle Dinge zu berichten, die wir miteinander erlebt haben, wie die Feuerlöschprobe und das allabendliche Vorlesen von Michael aus dem Buch „ Die Entdeckung der Langsamkeit“ . Aber das schönste Erlebnis an Bord war, wie sehr wir alle in dieser Woche zusammen gewachsen sind, gelernt haben auf die Fähigkeiten der Anderen zu vertrauen und von einander gelernt zu haben.
Jung von Alt
Und
Alt von Jung
Viele herzliche Grüße aus Gladbeck von Lena, Till und Markus
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