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Drei Tage Erlebnissegeln auf der Platessa

Drei Tage Segeln auf der Platessa : das hieß Gemeinschaft, Teamwork, Spaß und Erfahrung !

Meine Gruppe und ich gingen vom 21.9.-24.9.2011 auf den Traditionssegler Platessa von Esbjerg im Rahmen einer Klassenfahrt.

Nachdem wir unsere Sachen in die Vorpiek stellten, fanden wir uns alle in der Messe zu einer Vorstellungsrunde zusammen. Dort fragte uns Ewald Huß unser Skipper, nach unseren Vorstellungen und unseren Wünschen.
Nach dem Abendessen wurde noch gesungen, die Betten gemacht und danach fielen wir alle kaputt ins Bett.

Der zweite Tag war schon interessanter. Nach ein paar Einweisungen von unseren zwei Bootsmännern Till und Julian, segelten wir Richtung Kiel. Wir hatten heftigen Seegang, die Windstärke betrug 4/5 und wir fuhren 8,5 Knoten. Da stellte sich das Brote schmieren schon als eine große Herausforderung raus.
Alle 20 Minuten wurde die Wache am Ausguck gewechselt. Wir mussten sagen, ob uns irgendetwas Besonderes auffiel, wie z.B. ein Segelboot. Nach 3 oder 4 Stunden kamen wir in der Kieler Bucht an, um genau zu sein: In Möltenort.
Nach jedem Törn setzten wir uns zusammen und erzählten, wie uns der Segelturn gefallen hat!
Am nächsten Tag segelten wir nach Damp. Es lief alles besser und schneller, weil wir schon ein bisschen mehr wussten. Am Abend saßen alle zusammen am Steg und haben gesungen

Rundherum war es einfach nur toll.

Jenni van Thiel

Die drei Tage auf dem Schiff waren anders, als ich sie mir vorgestellt habe. Es war zwar anstrengend und schwer, aber es hat sehr viel Spaß gemacht. Man hat die Anderen von einer neuen, anderen Seite kennen gelernt. Auf dem Schiff musste man ein Team sein, man musste zusammen halten, man sollte keine Einzelarbeiten oder Dinge machen. Wir mussten auch mal mit Anderen zusammen arbeiten, mit denen man wahrscheinlich nie etwas gemacht hätte.
Aber es war eine tolle Zeit.
Wir hatten gutes Segelwetter, auch wenn es einmal geregnet hat, aber dafür hatten wir Wind.
Wir haben gesungen, und der dritte Bootsmann hat ab und zu Gitarre gespielt, er konnte wirklich gut spielen, dazu gesungen hat er auch.
Ich würde, wenn ich ehrlich bin, noch einmal so einen Segeltörn machen, aber NUR auf der Platessa.

Am Dienstag legten wir eine weite Strecke zurück. Wir segelten um 9.30 Uhr los und erreichten bei recht wechselhaftem Wetter, von Regen über Sonnenschein war alles mehrfach geboten, unter vollen Segeln gegen 18.00 Uhr Faaborg in Dänemark. Unterwegs war für die Freiwache Unterricht in seemännische Knoten. Der dortige Hafen bot einen tollen Anblick, da mehrere größere Segelschiffe festgemacht hatten.

Maren Wohlfarth

Meine ersten Eindrücke auf der Platessa waren gemischt. Ich war sehr positiv von dem Schiff  überrascht, da ich es sehr schön und gemütlich fand.
 
An die Gesellschaft musste man sich erst einmal gewöhnen, denn es kamen die unterschiedlichsten aus der Klasse zusammen auf das Schiff. Dies legte sich schon am nächsten Tag, als wir zusammen segelten. Die bedrückende Stimmung, die noch am Abend zuvor in der Luft lag, legte sich und alles wurde vertrauter und offener, so dass man sich mit Jedem gut verstand und auch auf die Leute von sich aus zuging, mit denen man sonst wenig Kontakt hat. Ewald half uns in den Gesprächsrunden zu einer Gruppe zusammen zu wachsen, indem er uns mit seinen Worten sehr beeinflusste.

Nach drei Tagen auf der Platessa wurde man richtig von der Stimmung in der Jugendherberge erdrückt und man musste sich erst einmal wieder an die Lautstärke und an die vielen Menschen gewöhnen.

Katrin

Meine ersten Gedanken von der Platessa waren sehr positiv, da ich sie schon kannte, bzw. gesehen hatte. Für mich war die Größe etwas ungewohnt, denn ich war ein größeres Schiff gewohnt. Natürlich war es unter Deck sehr eng und klein, aber man hatte den Platz, den man brauchte. Der „ Luxus „ auf dem Schiff war mir neu, der Strom, das glänzende Holz etc.

In der ersten Gemeinschaftsrunde war es sehr interessant, wie man selber und auch die Anderen, von der Klasse wahrgenommen wurde. Man sah auch, wie viel Respekt wir voreinander und gegenüber den Bootsleuten hatten. Ewald und die beiden Bootsleute brachten trotz Arbeit gute Stimmung untereinander. Es war eine sehr schöne Zeit zu segeln, denn man konnte in sich selbst gehen und wir hatten superschönes Wetter.

Ich habe viel über mich selbst und auch über die Anderen dazu gelernt.

Das leichte, sanfte Schaukeln war sehr beruhigend und sehr schön, um nachzudenken. Die Atmosphäre auf dem Schiff war sehr angenehm und ich fühlte mich mit den Anderen auf eine Art verbunden, wie eine Familie.

Das Ankern war für mich wieder ein besonderes und sehr interessantes Erlebnis. Man konnte die Sterne im Wasser spiegeln sehen, die Milchstraße sehen, unzählige Sternschnuppen – und Schiffsmotoren konnte man hören. Es war interessant, wie die Welt nachts auf einen wirkt und wie viele andere Geräusche man wahrnehmen konnte.

Ich habe die Zeit sehr genossen, um etwas über mich selbst herauszufinden. Die Zeit auf der Platessa war im Gegensatz zur Schulzeit weniger stressig und machte mir mehr Spaß. Die Arbeit, das Tun mit den Händen gefiel mir mehr und so behalte ich mehr, als mit dem Kopf zu denken.

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